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Was sind Longfills?

Die Dampferwelt gibt ettliche Begriffe her, die nicht direkt eindeutig sind - gerade für Neueinsteiger. Einer davon ist auch das Longfill.

Dazu muss man etwas weiter ausholen und die Evolution des europäischen Dampfermarktes betrachten: Vor 8-9 Jahren waren die Geräte in aller Regel sehr klein und der Liquidverbauch auch entsprechend niedrig. Es war "gang und gebe", fertige Liquids beispielsweise in 10ml Flaschen zu kaufen - und diese reichten dem Otto-Normal-Dampfer dann auch einige Tage aus. Durch die größerwerdenden Geräte und deren Mehrverbrauch an Liquid stiegen dann auch irgendwann die Flaschengrößen und man kaufte Fertiglqiuids beispielsweise in 30ml, 50ml oder auch 100ml - zu teilweise vergleichbar hohen Preisen. 

Um die Kosten für Liquid so gering wie möglich zu halten ettablierten sich dann aber auch Einzelaromen - beispielsweise von Produzenten wie Flavourart oder Inawera, die ihren Grundstein eigentlich mit Lebensmittelaromen gelegt hatten. Man musste nun Basisflüssigkeit (ohne Aromatisierung) und Aromen nach einer bestimmten Herstellervorgabe (oder leicht abweichend - je nach eigenem Geschmack) in einer Leerflasche zusammenmischen und erhielt damit seinen individuellen Geschmack als Fertiges Liquid. Das machte natürlich auch das Experimentieren mit eigenen Kompositionen leichter. Auch fertige Liquids mit und ohne Nikotin, sowie auch nikotinhaltige Basis-Flüssigkeit gab es damals gleichwohl.

Mit der Umsetzung der Tabakproduktrichtlinie 2, kurz TPD2, in Europa wurde den Fertigliquids allerdings ein Stein in den Weg gegelgt - es durfte Nikotinhaltige Flüssigkeit absofort (Mai 2015) nur noch in Flaschen mit maximal 10ml Inhalt und maximal 20mg/ml Nikotingehalt verkauft werden - damit fielen die großen Flaschen mit Fertigliquid erst einmal weg - das Selbermischen mit Aromen und Leerflaschen profitierte von dieser Entwicklung natürlich.

Es dauerte dann allerdings nicht lange, bis auch die Liquidhersteller eine Lösung fanden und es entstanden die ersten Shortfill-Liquids, die sich wieder in großen Flaschen befanden. Der Clou: Sie waren durchweg Nikotinfrei, denn nur so war das Gebinde größer als 10ml erlaubt. Um dem Nutzer dennoch die Möglichkeit zu geben, Nikotin in sein Liquid zu bekommen wurde einfach ein kleines wenig Luft in der Flasche gelassen, es blieb also Platz um selbst Nikotin beizumischen, in Form von Nikotinshots, die an sich eben nur in 10ml Flaschen angeboten werden durften.

Eigentlich eine pfiffige Idee

Eigentlich - ja. Denn erstens war diese Form des Liquids zwar einfacher als das Selbstmischen, dennoch wieder durch die neuen Verpackungen und Produktumstellungen teurer. Außerdem konnte auch nicht genug Luft gelassen werden, damit auch Personen mit einem hohen Nikotingehalt ihr Liquids "fertig befüllen" konnten. Denn die meist 20ml Luft in 120ml Flaschen, bzw. 10ml in 60ml Flaschen reichten eben nur für ein bis zwei Nikotinshots. Je nach Ausführung schaffte man auf das gesamte Gebinde dann eben auch maximal 3mg/ml Nikotingehalt ohne das Liquid durch die neutrale Flüssigkeit des Shots versehentlich zu strecken und so Geschmack zu verlieren. Das war die Geburtsstunde des Longfills.

Also doch zurück zum Selbermischen?

Teilweise richtig - doch hier werden die Vorteile kombiniert. Wo man früher noch per Dosierempfehlung eines Herstellers die Menge des Aromas in seiner Leerflasche ausloten musste, ist diese jetzt durch Inhalt und Größe des Longfills vorgegeben. Hält der Hersteller 15% Aroma-Anteil für Richtig und nutzt 60ml Flaschen, so füllt er eben 9ml Aroma bereits in die Leerflasche. Somit kann der Anwender ohne Rechnen einfach die Flasche komplett auffüllen, gut Schütteln um das Aroma möglichst gut zu vermischen und er hat ohne Aufwand die "richtige Dosierung". Gleichzeitig bietet die Flasche einen großen Anteil an Leerraum, der noch mit gewünschten Nikotinshots und Basis aufgefüllt werden kann, sodass in aller Regel zumindes ein Nikotingehalt von 12-16mg/ml problemlos zu erreichen ist.

Auch hier ist die regelmäßige Flaschengröße von 60ml und 120ml sehr geschickt gewählt - nutzt man nämlich Nikotinshots mit 18mg/ml und 10ml Füllmenge erspart auch das jede Menge Rechnerei - pro Shot in einer 60ml Flasche kommt man exakt auf jeweils 3mg/ml Nikotingehalt, pro Shot á 10ml und 18mg/ml in einer 120ml Flasche erhöht man den Zielwert um 1,5mg/ml.

Gibt man also beispielsweise 4 Shots, also 40ml in die 60ml Flasche dazu und füllt den Rest mit nikotinfreier Basis auf erhält man fertiges Liquid mit exakt 12mg/ml Nikotingehalt.

Bei der 120ml Flasche ergäben 4 Nikotinshots á 10ml/18mg dann eben 6mg/ml auf die Gesamtmenge. Wenn man hier einmal den Dreh raus hat für seine gewünschte Zielstärke kann man dieses Prinzip quasi auf jedes erhältliche Longfill anwenden - ohne jemals wieder rechnen zu müssen - genial.

Der Siegeszug der Longfills

In dieser Einfachheit, kombiniert aus den Vorteilen aller vorhergehenden Varianten entsteht also eine optimale Lösung, die noch dazu vergleichbar günstig ist, und man kann einfachen Prinzipien folgen ohne gleich ein Chemie-Labor aufbauen zu müssen. Das ist as geheimnis der Longfills.

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